… und da klingelte dann auch schon wieder der böse Wecker 4 Stunden später um 06:00Uhr. Können die Stunden nicht ein wenig länger sein? 🙂 Echt jetzt, dass war verdammt hart aufzustehen. Und noch härter auf der Busfahrt am Anfang wach zu bleiben um nix zu verpassen 🙂
Abgeholt wurden wir in der Kingsstreet. Das ist die Strasse in der fast alle Hostels sind. Nach dem alle eingeladen wurden und sich jeder einen Sitzplatz geangelt hatten (ich wie immer ganz vorne, damit mir nicht schlecht wird – alle anderen weiter hinten), begrüßte uns der Tourguide: Hello everybody, my name is spike. okay, that´s not my real name, but it sounds cool 😉 and i´m your tourguide, so i have to be cool to be a tourguide from backpackers. So, my name is spike. We´ll pick up some oldies now. So, i would say: Bring your ass in the front and grab the good seats, if the oldies coming in they grab them. Your last chance 🙂
Ja, keiner ist nach vorne – aber alle haben gelacht.
Dann haben wir die „Oldies“ eingesammelt. Das waren drei ältere Pärchen. Aber alle ganz schön fit. Bei dem dritten und letzten Pärchen, fragte er dann (wie alle davor auch) wo her Sie kommen. Sie sagten dann aus Australien. Spike: Oh no! i´m so sorry. but we´re an Aussie free bus, because of the rugby game. (alle am Lachen) Für euch zur Erinnerung, an den Artikel davor: Aussie hat mit 5 Punkten vorsprung die Neuseeländer besiegt. Aber Sie durften einsteigen. Lustiger weise waren die auch auf der Delfintour am Tag davor und der Frau hatte ich die Tasche in die Hand gedrückt. Die haben mich dann nochmal gelobt und gefragt wie es war 🙂
Naja, dann ging es los, erster Stopp: Puketi Kauri Forest. Das war ein 15 minuten walk durch den Kauri Forest. Davon hab ich jetzt allerdings schon so viele gesehen, dass ich da relativ schnell durch bin. Das einzige Interessante war, dass dieser Weg für richtig viel Kohle für die Queen gebaut wurde, die zu Besuch nach Neuseeland gekommen ist. Die ist dann mit Ihrer Limo oder was auch immer für nen teures Auto vorgefahren, hat sich das Schild am Anfang angeschaut. Kurz genickt, sich bedankt und ist wieder gefahren. Hat also diesen weg noch nicht mal betreten 🙂
Normaler weise fährt man dann die Strasse hoch bis nach Cape Reinga und auf dem Rückweg über den 90 Mile Beach (da morgens meistens auch noch zu viel Flut ist und dieser kaum befahrbar ist). Da aber so tolles Wetter war, hat unser Tourguide entschieden auch über den 90 Mile Beach hoch zufahren. Er musste dann nur noch seinem Kollegen in der Zentrale bescheid geben:
Spike: Hey buddy, I´m going up the 90 mile beach.
Buddy: Hey Spike, Okay… the weather is nice and the water should be fine.
Spike: Yeah, that´s not really the reason. I have some Aussies on board and i thought i could kick them out on the 90 mile beach in the right moment and then they going straight back to Australia.
Buddy: oh, yeah i haven´t think about that. great idea. i cancel them in the system. that no one can say they are arrived 🙂
Ja, dann sind wir den 90 Mile Beach lang gefahren. Das war der totale Wahnsinn. Wir waren der einzige Bus und da unsere Gruppe durch die schwächere Buchungssituation nur mit 20 Leuten besetzt war, hatte man bei unserem Stop das gefühl der einzige Mensch dort zu sein. Ich habe einen wilden Seelöwen gesehen und Wildpferde. Ich war eigentlich zu weit weg von den Wildpferden, aber unser tourguide ist hin gelaufen und hat ein Foto für uns gemacht und uns einen Link geschickt.
Nächster Stopp: Sandboarding. Da das Wetter die Tage davor so gut war, entschied spike auch, dass wir als erste Gruppe die größte Düne besteigen können in dieser Saison. Ich dachte mir, cool… ich bin wieder echt nen Lucky Girl. Doch dann hab ich Sanddüne gesehen und dacht: MMhhh, kacke… da erstmal hoch kommen… und kacke dann wieder runter 🙂
Unten an der Sanddüne haben wir dann eine Safety Einführung bekommen und dann ging es daran die Düne zu erklimmen. Zwei von den Oldies (die Männer) haben sich auch dazu entschlossen. Unser Spike, schnappte sich sein Board und rannte die Düne hoch. Wir alle hoch motiviert hinter her. Der Aussie Oldie, an uns ganzen jungen Dingern vorbei: come on guys, i´m nearly 60. hurry up! 🙂 naja, aber dann nach ein paar metern hat er auch eingesehen dass es verdammt hart ist.. oben angekommen, hat sich jeder erstmal auf sein Board gesetzt und versucht wieder zum atmen zu kommen. Ich hab gewartet bis wir nur noch 2 waren, dann bin ich los. Spike hat zu allen davor gesagt, dass Sie die Füsse hoch nehmen sollen, erst unten rein damit in den Sand um zu stoppen. Also, hab ich die Füsse hoch…. durch die anderen vor mir, hat sich weiter unten eine kleine Sprungschanze gebildet, so dass ich einen kleinen satz gemacht habe, und ZACK ging es noch schneller vorran… ich die Füsse in den Sand, aber gebremst hab ich damit kaum noch…. also ging es mit mir und dem Board ab ins Wasser und ab ins Gras… wo ich dann endlich gestoppt hab. ich mit Sand, Wasser und Gras im Gesicht und überall, versucht mich irgendwie wieder aufzurappeln, höre Spike von der Düne runter schreien: Yeah, you did it girl!!! Hurra, whoah!!! 🙂
Naja 🙂 Dann sind wir alle wieder in´s Auto eingestiegen. Dort hat er uns dann kurz erzählt was wir jetzt noch so machen: So, Team… we´re on our way.. That was crazy cool, hä? how are you doing german girl? 🙂 I tell you now what is our plan… we´re going now to a little beach named Tapotupotu Beach, there we´re having time for lunch. You can relax, have a little shower or go for a swim. then we´re going to cape reinga. on our way back we´ll see the 90 mile beach again and then we have a little stop on a souvenir shop, there you can have a look and me and the nice dirty german girl will clean the bus. so, please put all your bags on the seats, that Roschi and me have it easier to find the valuables. after that we´re going to a little restaurant to have fish and chips.. okay dokay? If not fine for you, you can bring me your valuables on your way out of the bus – thanks for help 🙂
Dann waren wir an diesem wunderschönen Tapotupotu Beach. Hatten zeit für Lunch. Dort habe ich dann mit ein paar anderen zusammen gesessen und gequatscht. Dann ging es zum Cape Reinga. Das ist ein ca. 40minuten Hin- und Rückweg. Das war echt cool. Ich meine da fliessen der Pacific Ocean und die Tasman Sea zusammen (nicht das man, davon was sieht, ich meine da ist ja nirgendwo ein Strich der sagt: so, und hier treffen wir uns jetzt 😉 ) und es ist wirklich die nördlichste Spitze von Neuseeland und rund um dich rum ist nur Wasser. Naja, dann ging es zurück. Noch ein kurzer Stop bei dem Souvenir Shop, dann bei dem Fish and Chips Restaurant und dann ab zurück über den 90 Mile Beach nach Paihia. Wir waren wirklich sehr glücklich, dass wir den Beach am Morgen gemacht hatten, da es am Nachmittag ganz schön wolkig war und man nicht so einen tollen weitschweifenden Blick gehabt hat. Wir haben ja dann auch nicht mehr gestoppt, also war das top zum schlafen. 🙂
Zurück beim Hostel hat mich netter Weise meine Gruppe mit einem kleinen Abendessen erwartet, so dass ich mich nur noch auf den Stuhl fallen lassen musste. Danach haben wir noch zusammen gesessen, der Schakal geschaut und gequatscht. Um 23 Uhr war dann aber bei allen Schicht im Schacht. 🙂
Am nächsten Morgen, haben wir dann alle zusammen gefrühstückt. Dann hab ich mein Zeug gepackt, bin ausgecheckt und hab mich wieder in die Lounge gechillt. Schließlich ist das die Zeit in der ich mich mit Power auftanken kann, für die Zeit mit den Kindern. um 1Uhr rum, sind dann Emelie, Thorsten, Florian, Stuart und ich noch zu einem kleinen 1 Stunde Return Walk aufgebrochen zu einer Plattform auf dem Berg, von der man eine schöne Sicht über die Bay of Islands hat. Das ging dann auch echt einfach nur Steil nach oben durch gängig 30 minuten. HART!!! und dann war es leider sehr wolkig, sodass die Sicht zu wünschen übrig ließ. Aber war trotzdem lustig.
Zurück am Hostel, haben wir noch ein wenig zusammen gesetzt und dann hab ich mich verabschiedet und bin zu meinem Bus. Gerade als ich dann eingestiegen bin, hat es angefangen zu Regnen. Und genau so hab ich mich auch gefühlt… traurig und zum weinen zu mute, dass ich nicht länger da bleiben kann…..
Das war eins meiner besten Wochenenden ….. 🙂
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Paihia Part 2 – Cape Reinga
31.08.2011
von Roschi S |