Start Samstag, 19.11.2011 um 14:00Uhr in Auckland City.

Roadtrip ala Julia und Roschi beginnt 🙂

Erster Stop: Omaha, Matt´s Batch. Wir mit den Scootern zum Strand gefahren, danach BBQ mit den Eltern und dann relaxen vorm Fernseher. Dann war auch schon Bettzeit angesagt, da….

…am Sonntag morgen um 05:30Uhr aufgestanden wurde um Fischen zu gehen. Matt und Matty vorne im Auto, julia und ich hinten im Boot auf den Anhänger 🙂 Ab gehts zur Bootrampe und raus auf´s Meer.

erster Eindruck: Langweilig.

Zweiter Eindruck: Langweiliger als Langweilig.

Dritter Eindruck: Naja, man kann seinen Spaß mit Fotos, Hüten & Musik haben 🙂

Vierter Eindruck: Ganz schön doof, Fischen ohne Fische fangen 🙂

Aber wir hatten unseren Spaß 🙂 Julia hat sich auch ganz dezent mal auf den Hintern fallen lassen, als das Boot ein wenig schaukelte 🙂 Und wir mussten Gott sei Dank nicht auf Toilette. Denn auf dem Boot gab´s keine. D.h.: Eimer oder gleich über die Reling setzen 🙂

Nach dem Fischen haben die Jungs dann das Boot geputzt und wir Mädels Mittagessen gekocht – typische Rollen verteilung hier Down Under – aber ey, lieber kochen als Boot PUTZEN!!!! 🙂

dann sind Julia und ich weiter Richtung Norden gefahren. Auf dem Weg zu unserem nächsten Stop, Manghawai Heads, haben wir noch kurz an Goat Island gehalten, das ist hier ein Schnorchel Möglichkeit. Super klares Wasser. Dann ging es weiter Off Road zum eigentlichen Ziel Manghawai Heads. Dort sind wir dann am Strand lang geschlender und ein wenig auf den Steinen rum geklettert.

Dann haben wir drei Kölner Jungs getroffen und dadurch kurz einen Karnevalsverein treffen am Strand gehabt 🙂 die haben ganz Neuseeland einfach mal in 3 1/2 Wochen bereist. Ich sag mal zu machen, aber Stressig 🙂

Wir sind dann weiter geschlendert und haben zwei Jungs mit nem Sandboard die Dünen runter sausen sehen, also sind wir kurzer Hand mal hin und haben gefragt ob Julia mal fahren darf, da sie das noch nie gemacht hat. So, sind wir dann mit denen in´s Gespräch gekommen. sehr nett. Zweit Brüder, Alton und Joel.

Nach dem Sandboarden, haben wir uns eine Kalte Dusche beim toiletten häuschen gegönnt. Da kamen dann Alton & Joel vorbei und fragten ganz erstaunt: Ach, dass war euer ernst, dass ihr hier oben kalt duscht und im auto schlaft? Wir: ja, klar. Sie: Na, also ihr seid herzlich willkommen mit zu unserem haus zu kommen und eine heiße Dusche zu geniessen. Wir: ja, cool. Danke.

Also sind wir denen dann hinter her gefahren. Angekommen sind wir dann an einem echt super tollen großen Haus, mit nix drum herrum ausser wiesen, berge, wald und weitläufigen blick bis aufs Meer. Nach einer warmen Dusche, sind wir dann ins Wohnzimmer und haben den Vater kennen gelernt. Ganz netter mann. Und nicht nur dass, da stand Dinner für uns alle auf dem Tisch und Bier im Kühlschrank. Wir sollen und doch bitte wie Zuhause fühlen und bedienen. Nach netten Gesprächen und zusammensitzen wurde uns dann auch noch das Gästezimmer zum schlafen angeboten und am nächsten morgen gab es noch Frühstück, Kaffee, einen Autocheck mit neuen Öl, reinigen der Zündkerzen, frischem Kühlwasser und aufpumpen der Reifen und Massig getränke für die Fahrt. Und alles umsonst und einfach nur weil Sie so nett sind. Als wir gerade los wollten, haben wir noch die Mutter kennen gelernt, die genauso eine herzens allerliebste Person war und sagte, dass wir herzlich willkommen sind, beim Rückweg wieder vorbei zuschauen, oder wann immer es uns beliebt.

Der wahnsinn. Da hatten wir echt den Jackpot geknackt. 🙂

wir sind dann am Strand noch einen kleinen Walking Track lang gelaufen und haben uns Manghawai Heads nochmal von oben angeschaut – wirklich traumhaft – wie man sieht.

Nächster Stop Whangarei Heads / Ocean Beach. Kleiner Traumhafter Strand, mit richtig krassem Wind. Wir sind dann über nen kleinen Berg rüber geklettert und waren an einem anderen schönen kleinen Strand. dort dann auch die einzigen. Dort beim wieder mal Rockclimben habe ich dann meine Flip Flops ans Meer verloren 🙁 die Strömung, der Wind – einfach zu stark 🙁

Dann ging es weiter nach Paihia. Auf dem Weg dort hin, sahen wir ein Schild _ Hundertwasser Toiletten_ Wir: Wie jetzt? Lass mal checken gehen! Und da waren sie in einem kleinen Kaff Namens Kawakawa. Sogar mit einem toilettensitz aus Holz 🙂

In Paihia sind wir dann erstmal einkaufen gegangen, für die nächsten Tage, da es oben im norden, wenn es überhaupt was zu kaufen gibt, sehr teuer ist und haben dann am strand zu Abend gegessen. Dort haben wir dann auch die drei Kölner nochmal getroffen. wir sind dann aber schlafen gegangen. Zähneputzen am Auto und erste Nacht zusammen in Ms. Piggy. 🙂

Am nächsten Morgen ging es dann zu den Huka Falls – da ich die ja schon bei meinem letzten North trip gesehen hatte, war das eher für julia ein paar Fotos schießen 🙂

Hier haben wir dann das erste mal die beiden Schweizer Sasche und Andreas getroffen. Die standen mit Ihrem Auto neben uns und einer ist ausversehen auf die Hupe gekommen, da haben wir uns umgedreht und gesagt: hey, wollt Ihr uns Fotos vom wasserfall zeigen, damit wir nicht hin laufen müssen, sind zu faul 🙂

Die gelacht, dann kurz gequatscht und dann sind wir doch los 🙂

Danach ging es weiter Richtung Norden, Nach Karikari Peninsula. Dort sind wir durch einen verbrannten wald gefahren, der dann zum Strand führte. Das war ein total krasser Kontrast: weißer Sandstrand, Blaues Meer, Blumenwiese und dann der verbrannte Wald. Wir haben uns dann dort ein wenig gesonnt und sind dann weiter zum 90 Mile Beach.

Bei der Hauptauffahrt haben wir den ersten Stop gemacht. Dort ging es aber ziemlich Steil durch weichen Sand auf den Beach und es steckte schon jemand fest. Da dachten wir uns: Och nö, nen paar Fotos machen und weiter in Norden. Dann kam aber noch ne zweite Auffahrt, da mussten wir zwar erstmal 20minuten off road über schotterstrassen durch den wald, aber dann waren wir am beach und es war easy drauf zu fahren, nach ein paar vorsichtigen metern und testen ohne probleme, sind wir weiter gefahren, ganze 15 km. dann haben wir gesehen dass der sand weicher wird, also haben wir entschlossen umzudrehen. 3km wieder zurück und schwupps, war es passier: wir steckten fest.

Naja, wir ganz ruhig aus gestiegen, alte klamotten, Pappe und gesammeltes Holz und ausgerissenes Dünengras unter die reifen gelegt. und erster Versuch. Klappte nicht. Noch mehr drunter: klappte wieder nicht. Mit dem wagenheber angehoben um wirklich was drunter zu bekommen. auch nix genützt. Naja, das ging dann so 1 stunde weiter. wir immer noch am lachen und gut gelaunt, dachten uns dass wir ja jetzt mal den abschleppdienst rufen könnten. leichter gesagt, als getan. Denn wer hat schon empfang mitten in der pampa 🙂 also ab auf die dünen geklettert und dort mit ausgestrecktem arm nach empfang gesucht. 2 sekunden später: voller empfang ! Hey Super! 😀

also habe ich dann die Polizei angerufen. Dort habe ich dann einen netten herren, namens brian, ans telefon bekommen, der ganz besorgt und hilfsbereit war. Naja, dann kam die Frage: ja wo seit ihr denn am 90 mile beach. wir: mmh. joar, keine ahnung, zwischen dem ersten und dem letzten km 🙂 wir sind bei der zweiten auffahrt rauf, haben aber keine ahnung wie weit wir gefahren sind – auf jeden fall weiter richtung norden. 🙂 (das mit den 15km hat uns der abschleppdienst erst später gesagt. da waren wir ganz erstaunt uns kam es wie fünf vor)

Naja, dann kam solangsam die Flut, also dachten wir uns mal die Koffer und Wertsachen aus dem auto zu tun und auf die Düne zu stellen. Dort haben wir uns dann dazu gesetzt und den Wellen zu gesehen wie Sie Ms. Piggy im sonnenuntergang unterfluteten 🙂

Nach einer ganzen weile,  hab ich dann doch nochmal bei der Polizei angerufen und nach gefragt, ob jemand kommt, da dass Auto jetzt im wasser steht und so. Sie fragte dann ganz dumm und erstaunt: ja sitzen Sie denn immer noch im Auto? Ich: ne, natürlich nicht. Aber wenn jemand kommen würde, bevor es weg schwimmt, wäre das toll, das es unser Zuhause ist 🙂

Naja, als es dann fast dunkel war, kam dann der Abschleppdienst und wir waren 220 Dollar ärmer – aber hatten Spaß und ne tolle Story 🙂

In Pukenui (einem Dorf mit 5 Häusern und einem Campingplatz) haben wir dann an der Bootrampe geschlafen.

Am nächsten Morgen gab es dann frühstück am Meer und wir haben das Auto mal ein wenig geputzt. das hat gestunken! 😀

Dann sind wir 30km zurück in den Süden gefahren, nach Awanui und haben zwei neue Vorderräder gekauft – nochmal 240Dollar los, aber dafür safety unterwegs 🙂

Nochmal voll getankt bei der letzten tankstelle bevor es in Norden ging. Jetzt sind wir aber auch wirklich zum cape Reinga gefahren. Auf dem weg, mussten wir an einer baustelle nochmal 20minuten warten, da eine Kuh ausgebrochen war und einfach nicht aus der baustelle raus wollte und wir haben beinah ein wildschwein erwischt. aber sonst alles gut 🙂

Da wir viel zu früh dran waren (wir wollten zum Sonnenuntergang an´s Cape Reinga) sind wir zum Taputaputa beach gefahren, haben da im Meer gebadet und nach drei Tagen und 2 Stunden im Sand am 90 Mile Beach welzen, endlich mal wieder geduscht 🙂

Dann sind wir zum Cape Reinga gefahren. Dort haben wir und dann vor unser Auto gesetzt, den Gaskocher ausgepackt und Nudeln gekocht. Während wir da so sassen, reisten die beiden Schweizer auch an. Ach, Ihr? Na, wie gehts so? Kurzer Hand wurde sich dazu gesetzt, zusammen ein Bierchen getrunken und dann zusammen zum Leuchtturm gelaufen um den sonnenuntergang zu sehen. Julia und Andreas sind dann auch mal spontan da rauf geklettert, was nicht ganz  so einfach war 🙂

Danach, sind wir alle zusammen zurück zum Taputaputa Beach und haben da geschlafen. am nächsten Morgen wurde entschlossen, dass wir die nächsten beiden Tage zusammen reisen. Also ging es im Karawanenstil zurück Richtung Süden. Auf dem Weg hatten wir dann auch endlich eine Schafsherde mitten auf dem Highway, die dann um uns rum sind 🙂

Wir sind dann irgendwo mal Falsch abgebogen und sind dann mal wieder off road, irgendwo in der pampa gewesen. durch nen tor, auf ne kuhwiese und dann steckten die jungs fest 🙂 Also wieder mal ein auto raus holen – diesmal ohne abschleppwagen 🙂

dann sind wir wieder ein wenig zurück gefahren und haben da dann lustiger weise auf einer kleinen wiese am meer, zwei mädels getroffen, die die Jungs aus paihia kannten – die hatten sich auch verfahren. Also sind wir spontan da geblieben und haben alle zusammen gekocht und dort genächtigt.

am nächsten morgen ging es dann nach dargaville, von da aus nach Baylys beach – wo wir dann Lunch hatten und dann ging es nach Ruawai wo wir dann hinter den Dünen, mitten im Busch gecampt haben. Das war dann unser letzter Abend mit den Jungs. Die sind dann am nächsten tag richtung süden und wir wieder ein stück zurück in den norden, da julia in der nähe von kaikohe auf eine Farm zum arbeiten gegangen ist. Dort haben wir den Tag über dann gechillt – also in kaikohe – abends dort im auto geschlafen und am nächsten morgen habe ich sie auf die Farm gebracht und bin dann allein zurück nach auckland.

Hier angekommen, habe ich dann mein Vorgänger Au pair kennen gelernt, die zur Zeit für 10 tage zu Besuch ist. ein nettes Mädchen. Aber für mich trotzdem eine komische situation. Alex nennt mich jetzt nur noch Narj usw. Aber gut. Positiv sehen, nimmt mir in dieser woche ein wenig Arbeit ab und danach wird es hoffentlich nicht wieder so wie in den ersten Wochen, wo man doch ein wenig gegen das alte Aupair, was gar nicht mehr da ist, ankämpfen muss, da die kinder natürlich an sie gewohnt sind.

Jetzt hat mich der alltag wieder bis zum 22.12.2011. dann geht es schon auf die südinsel! Yeah!

Trip around the Northland
19.11.2011
von Roschi S