Am Freitag früh bin ich um 06:30Uhr aufgestanden und hab mich aufgemacht nach Paihia. Meine Gastmama (Yvonne) hat mich mit nach Auckland genommen und an der Bushaltestelle raus gelassen, so dass es ein wenig bequemer war. Dort habe ich dann im Nebel und kühlem Wind auf meinem Bus gewartet. Um 08:00Uhr ist dann mein Bus nach Paihia, Bay of Islands, gefahren. Nach einer relativ langweiligen 4 Stunden Fahrt, bin ich dann in Paihia am Ferryterminal angekommen. Hier bin ich dann mit meiner Winterjacke ausgestiegen und habe bald einen Hitzeschock bekommen 🙂 Die Sonne hat geschienen und es war total warm. Zum Hostel musste ich dann noch ca. 5-10minuten am Strand entlang laufen, was ich bei dem Wetter total genossen hab. Im Hostel angekommen, eingecheckt. Erster Eindruck, WOW, ein richtig gemütliches, kleineres, übersichtliches und vorallem ganz wichtig sauberes Hostel.. das war das bisher sauberste was ich betreten habe 🙂
Matt, der Sohn der Eigentümer, hat mir dann mein Zimmer gezeigt. Vierbett Zimmer mit eigenem Bad drinnen. Dort habe ich dann ein deutsches Mädchen kennen gelernt, Norah, mit der habe ich dann ein wenig gequatscht. Leider ist sie an dem Tag noch abgereist. Meine beiden anderen Roommates: Emilie aus Canada und Esther aus Frankreich. Mit denen habe ich mich dann kurz unterhalten. Dann habe ich mir ein´s der frei verfügbaren Fahrrädern geschnapt und bin los gefahren. Schön am Strand entlang bis zu einem Waldweg, der zu den Haruru Falls führt. Dort habe ich dann mein Fahrrad angeschlossen und bin los gelaufen. Das ist ein 1 1/2 stündiger Weg durch Wald, über einen Fluss, durch Mangrovenwäldchen, an einem Berghang entlang bis zu einem schönen Wasserfall. Man konnte sich dort sozusagen auf den Wasserfall stellen, da das Wasser dort so flach war und mit mehreren Steinen drinnen. Da kann man im Sommer bestimmt gut runter hüpfen 🙂
Dort habe ich dann ein wenig gechillt, Fotos gemacht und die Einsamkeit genossen. Dann wurde mir schlagartig klar: Sch***, den ganzen Weg musste jetzt auch wieder zurück 🙁 also, schnell los bevor ich im dunkeln da stehe. In diesen 3,5 Stunden habe ich einen Jungen Kerl getroffen, dass war´s!! Das kann dir auch nur in Neuseeland im Winter passieren 🙂
Zurück am Hostel, erst mal eine Dusche zur Erfrischung und dann zu den Mädels aus meinem Zimmer gesetzt. Dort waren dann noch ein paar andere dabei: Sammy aus Taiwan, Stuart aus England, Jonathan aus Canada, Thorsten und Florian aus Deutschland und Matt (der Sohn von den Hostelbesitzern) aus Neuseeland 😉 Wir haben dann alle zusammen ein BBQ gemacht und zusammen gesessen, Wein getrunken, gequatscht und Spaß gehabt. Danach sind wir noch in einen kleinen Club. Da dieser schon um 1:30Uhr geschlossen hat, sind wir noch zum Strand runter und haben da bis ca. 5:00Uhr ausgehalten, bis es uns dann doch zu kalt wurde… es waren dann auch nur noch, Florian, Jonathan, Sammy und ich. Die anderen hatten schon früher aufgegeben. Als ich dann in mein Zimmer bin, lag Thorsten bei mir im Bett, der hatte wohl mit meinen Mädels noch was in meinem Zimmer getrunken und es dann nicht mehr in sein Zimmer geschafft 🙂 Also, hab ich bei den anderen drei im Zimmer in Thorsten´s Bett geschlafen 🙂
Am nächsten Morgen wieder um 08:00Uhr aufgestanden, was gefrühstückt und mich fertig gemacht für die Bay of Island´s Bootstour. Ich bin dann zum Ferryterminal gelaufen und dort haben wir um 09:00Uhr in Paihia abgelegt. Erster Stop, das kleine Städchen Russell, auf der anderen Seite der Bucht. Viele denken, dass Russell auf einer Insel liegt und lassen, daher Ihr Auto in Paihia stehen und fahren mit der Fähre rüber. Stimmt aber nicht. Die Sache ist nur, man brauch mit der Fähre ca. 15-20min von Paihia. Mit dem Auto braucht man ca. 3-4stunden. Da man fasst wieder komplett bis Auckland runter muss bevor man eine Strasse auf die andere Seite der Bucht nehmen kann.
Zweiter Stop: Motuarohia, eine kleine Insel mit einem kleinen Häuschen darauf. Als wir da richtung Steg gefahren sind, kam dann ein älterer Mann mit seinem Hund zu uns gelaufen. Einer der Crewmitglieder hat Ihm dann einen Sack mit Lebensmitteln und dem Hund ein Knochen gegeben. Das machen die wohl jeden zweiten Tag so.
Nächster Stop: Mitten im Wasser. Delfine!!!! 🙂 12 Stück. Dann ging alles sehr schnell. Ich ganz oben auf dem Deck, höre durch das Mikrofon: Attention, attention, I remember we have one person on board who wants to swim with the dolphins. That´s your chance. so hurry up and tell us if you want. Also, ich nur schnell meine Unterwasserkamera geschnappt. Der Frau neben mir meine Tasche in die Hand gedrückt und runter gerannt 🙂 Während ich mir so schnell wie noch nie die Klamotten vom Leib gerissen habe und in den Taucheranzug, die Flossen und die Schnorchel Ausrüstung geschlüpft bin, hat mich die Frau von der Crew voll geblabbert.
You have to swim really hard, and make noises through your schnorchel, dive with them if you can, you have to do something before they getting bored. better don´t touch them, they are wild dolphins and you´re the only one in the water.
Dann wurde die Seitentür geöffnet und dann hörte ich nur noch: Jump, jump .. go, go, go… also hab ich das gemacht 🙂 Dann SCHOCK!!! Das Wasser war wirklich total Kalt. So kalt, dass ich im ersten Moment nicht atmen konnte, was natürlich auch mit daran gelegen hatte, dass ich bei meinem sprung ins Wasser untergegangen bin und dadurch mein Schnorchel voll mit Salzwasser war und ich erst mal schön ne Ladung geschluckt habe. Aber egal, Schwimm…!!!! Haha, dass war durch die kälte aber irgendwie nicht möglich. Ich habe zwar die schwimmbewegungen machen können, aber nicht stark genug, somit ging es nicht vorran 🙂 Naja, Also zurück zum Boot und zweiter Versuch. Da hat es dann geklappt, allerdings sind die Delfine so schnell weggeschwommen, dass ich nicht hinter her gekommen bin. Also dritter Versuch. Zurück zum Boot, wieder rein gesprungen und TATATTATA, alle guten dinge sind drei. Da waren Sie 🙂 Das war der Wahnsinn. Da schwimmst du mit diesen süßen Tieren mitten im Ozean, ganz allein und die sind größer als man vom Boot aus so denkt. Da waren dann so ca. 30sekunden. Dann war ich gerade dabei die Treppe am Boot wieder hoch zu krabbeln, da haben die ganzen touris gerufen: They coming back!! Jump back in. Die von der Crew hat mich dann angeschaut, Jump back in, they´re right here. Und dann hat Sie mir nen kleinen Schubs gegeben und ich war genau zwischen alle denen. Der eine kam dann und hat mich mit seiner Schnauze angestubst und ist direkt an mir vorbei geschwommen. Das war echt der Wahnsinn.
Dann bin ich raus und wurde wie ein Star von all den Touris in meinem sexy Taucheroutfit fotographiert und gelobt 🙂
Dann ging es zum Hole in the Rock. Eins der Hauptattraktionen dort. Das war ein harter Trip, dadurch dass ich einiges an Salzwasser intus hatte, war mir auch ganz schön schlecht. Schnell ein paar Fotos und nur noch auf den Horizont konzentrieren. Das war ein wenig schade, dass ich das nicht so geniessen konnte. Aber egal – ich bin mit Delfinen geschwommen – was interessiert es mich da mit einem Boot durch ein riesen Loch im Felsen durch zu fahren 🙂
Danach, sind wir dann einen anderen weg durch die Bay of Islands zurück nach Paihia. Dort angekommen, bin ich zurück zum Hostel. Dort habe ich dann die anderen getroffen und bin mit denen am Strand und hab mich gesonnt. Da uns nach ca. 30minuten die Sandflies halb aufgegessen hatten, sind wir dann doch zurück ins Hostel und haben uns da im Hof gesonnt, was einiges angenehmer war 🙂
Abends haben wir dann noch zusammen gegessen, ein paar drinks genossen und Fernsehen geschaut. Um 22 Uhr sind wir dann in die Billiard Bar auf der anderen Strassenseite und haben uns das Rugby Spiel All Blacks (New Zealand) (20) – Brisbane (25) angeschaut. Also, Brisbane hat gewonnen 🙂 Dann bin ich noch kurz mit in eine andere Bar und dann in´s Hostel in mein Bett, da ich ja am nächsten Morgen wieder früh aufstehen musste um meinen Tagestrip zum Cape Reinga zu machen….
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Paihia Part 1 – Haruru Falls, Hole in the Rock, Swimming with the Dolphin
09.03.2005
von Roschi S |